Heizkosten senken – Die besten Tipps

Wenn draußen die Temperaturen sinken, steigen in vielen Haushalten die Heizkosten deutlich an. Dabei lässt sich der Energieverbrauch oft schon mit kleinen Veränderungen spürbar reduzieren – ohne dass Sie auf ein angenehm warmes Zuhause verzichten müssen.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die besten Tipps, mit denen Sie Ihre Heizkosten senken, Energie sparen und gleichzeitig für ein angenehmes Raumklima sorgen können.
1. Die richtige Raumtemperatur einstellen
Schon wenige Grad machen beim Energieverbrauch einen großen Unterschied. Nicht jeder Raum muss gleich stark beheizt werden.
Als Orientierung gelten häufig folgende Temperaturen:
Wird die Raumtemperatur dauerhaft unnötig hoch eingestellt, steigt der Energieverbrauch. Bereits eine moderate Absenkung kann deshalb dabei helfen, die Heizkosten deutlich zu reduzieren.
2. Thermostate richtig nutzen
Viele Heizkörper werden unnötig stark aufgedreht. Dabei bedeutet eine höhere Stufe am Thermostat nicht automatisch, dass der Raum schneller warm wird.
Die Zahlen auf einem klassischen Heizkörperthermostat stehen ungefähr für bestimmte Zieltemperaturen:
Für viele Wohnräume reicht daher Stufe 3 vollkommen aus.
3. Heizkörper nicht zustellen
Damit sich die Wärme optimal im Raum verteilen kann, sollten Heizkörper möglichst frei stehen.
Vermeiden Sie deshalb:
Ist die Wärmeabgabe blockiert, benötigt die Heizung mehr Energie, um den Raum auf die gewünschte Temperatur zu bringen.
4. Richtig lüften statt Fenster dauerhaft kippen
Dauerhaft gekippte Fenster führen besonders im Winter zu hohen Wärmeverlusten. Gleichzeitig kühlen die Wände rund um das Fenster stark aus.
Besser ist regelmäßiges Stoßlüften. Öffnen Sie die Fenster dafür vollständig für einige Minuten.
Je nach Außentemperatur reichen im Winter häufig bereits etwa fünf bis zehn Minuten aus. Wenn möglich, sorgen Sie durch gegenüberliegende Fenster für Durchzug.
Während des Lüftens sollten die Heizkörperthermostate heruntergedreht werden.
5. Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen schließen
Wer einzelne Räume weniger stark beheizt, sollte die Türen zu wärmeren Räumen geschlossen halten.
Andernfalls strömt warme Luft in kühlere Bereiche. Dadurch muss die Heizung mehr arbeiten und es kann zusätzlich Feuchtigkeit in kälteren Räumen entstehen.
Besonders Schlafzimmer, Flure oder wenig genutzte Räume sollten deshalb möglichst von deutlich wärmeren Wohnbereichen getrennt bleiben.
6. Rollläden und Vorhänge nachts schließen
Über Fenster geht vergleichsweise viel Wärme verloren. Nachts können geschlossene Rollläden, Jalousien oder dicke Vorhänge dabei helfen, den Wärmeverlust zu reduzieren.
Tagsüber sollten Vorhänge hingegen geöffnet werden, wenn Sonnenlicht durch die Fenster fällt. So kann die natürliche Wärme der Sonne genutzt werden.
7. Fenster und Türen auf Zugluft überprüfen
Undichte Fenster oder Türen können dafür sorgen, dass warme Raumluft kontinuierlich nach draußen entweicht.
Prüfen Sie daher regelmäßig:
Kleine Undichtigkeiten lassen sich häufig bereits mit neuen Dichtungsprofilen oder einem Zugluftstopper beheben.
8. Heizkörper regelmäßig entlüften
Wenn ein Heizkörper gluckert oder trotz aufgedrehtem Thermostat nicht vollständig warm wird, kann sich Luft im Heizsystem befinden.
Durch das Entlüften kann das Heizwasser wieder besser zirkulieren. Dadurch arbeitet der Heizkörper effizienter und erreicht schneller die gewünschte Temperatur.
Besonders zu Beginn der Heizperiode lohnt sich deshalb ein kurzer Check aller Heizkörper.
9. Programmierbare oder smarte Thermostate verwenden
Moderne Thermostate ermöglichen es, die Raumtemperatur automatisch an den Tagesablauf anzupassen.
So kann beispielsweise die Temperatur abgesenkt werden, wenn niemand zu Hause ist, und rechtzeitig vor der Rückkehr wieder steigen.
Typische Einsatzmöglichkeiten sind:
Gerade bei regelmäßigen Tagesabläufen kann eine automatische Steuerung unnötiges Heizen vermeiden.
10. Heizungsanlage regelmäßig warten lassen
Nicht nur das eigene Heizverhalten beeinflusst die Heizkosten. Auch die Heizungsanlage selbst sollte effizient arbeiten.
Eine regelmäßige Wartung kann unter anderem dabei helfen, falsche Einstellungen, Verschleiß oder unnötig hohe Vorlauftemperaturen zu erkennen.
Bei älteren Anlagen kann sich außerdem ein hydraulischer Abgleich lohnen. Dabei wird die Wärmeverteilung innerhalb des Heizsystems optimiert, sodass alle Heizkörper möglichst bedarfsgerecht versorgt werden.
11. Warmwasserverbrauch reduzieren
Ein Teil der Energiekosten entsteht nicht durch die Raumheizung, sondern durch die Erwärmung von Wasser.
Auch hier gibt es Einsparpotenzial:
Besonders in Haushalten mit mehreren Personen kann sich ein geringerer Warmwasserverbrauch deutlich bemerkbar machen.
12. Heizkosten regelmäßig kontrollieren
Wer seinen Energieverbrauch kennt, erkennt Veränderungen schneller.
Notieren Sie regelmäßig Zählerstände oder nutzen Sie die Verbrauchsanzeige Ihres Energieversorgers, sofern diese verfügbar ist.
So können Sie feststellen, ob Ihre Maßnahmen tatsächlich wirken und ungewöhnlich hohe Verbräuche frühzeitig erkennen.
13. Räume nicht vollständig auskühlen lassen
Beim Energiesparen sollte nicht übertrieben werden. Werden Räume im Winter über längere Zeit sehr kalt, können Wände und Oberflächen stark auskühlen.
Das kann nicht nur unangenehm sein, sondern unter ungünstigen Bedingungen auch die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel begünstigen.
Deshalb ist es häufig sinnvoller, Räume moderat zu temperieren, anstatt die Heizung vollständig abzuschalten.
14. Dämmung langfristig verbessern
Wer Eigentümer einer Immobilie ist, kann durch bauliche Maßnahmen langfristig besonders viel Energie sparen.
Mögliche Maßnahmen sind unter anderem:
Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt stark vom Gebäude, dessen Alter und dem energetischen Zustand ab. Vor größeren Investitionen kann eine professionelle Energieberatung sinnvoll sein.
Heizkosten senken: Kleine Maßnahmen können viel bewirken
Um Heizkosten zu sparen, muss nicht sofort die komplette Heizungsanlage ausgetauscht werden. Bereits bewusstes Heizen, richtiges Lüften, freie Heizkörper und gut eingestellte Thermostate können den Energieverbrauch reduzieren.
Wer zusätzlich Fenster und Türen auf Undichtigkeiten prüft, Heizkörper regelmäßig entlüftet und seinen Verbrauch im Blick behält, kann weitere Einsparpotenziale entdecken.
Am effektivsten ist meist die Kombination mehrerer Maßnahmen. So bleibt die Wohnung auch im Winter angenehm warm, während der Energieverbrauch möglichst niedrig gehalten wird.
FAQ: Häufige Fragen zum Heizkosten sparen
Welche Raumtemperatur ist im Wohnzimmer sinnvoll?
Für viele Menschen ist eine Temperatur von etwa 20 bis 22 °C angenehm. Welche Temperatur tatsächlich benötigt wird, hängt jedoch vom persönlichen Wärmeempfinden und von der Nutzung des Raumes ab.
Sollte man die Heizung nachts ausschalten?
Eine vollständige Abschaltung ist nicht immer sinnvoll. Häufig genügt es, die Temperatur nachts moderat abzusenken. So kühlen Räume und Wände nicht unnötig stark aus.
Spart ein niedriger eingestelltes Thermostat wirklich Energie?
Ja. Wird die gewünschte Raumtemperatur reduziert, muss weniger Wärme erzeugt werden. Wichtig ist allerdings, Räume nicht dauerhaft so stark auskühlen zu lassen, dass Feuchtigkeitsprobleme entstehen können.
Sind smarte Thermostate sinnvoll?
Smarte oder programmierbare Thermostate können besonders dann sinnvoll sein, wenn Räume regelmäßig zu bestimmten Zeiten genutzt werden. Sie helfen dabei, Heizzeiten automatisch an den Alltag anzupassen.
Wie oft sollte man im Winter lüften?
Das hängt unter anderem von Raumgröße, Nutzung und Luftfeuchtigkeit ab. Mehrmaliges kurzes Stoßlüften über den Tag verteilt ist in der Regel deutlich effizienter als dauerhaft gekippte Fenster.